6. Konferenz für Interim Management in Salzburg // September 2021

Der DÖIM prämierte die Interim Managerin des Jahres und das Interim Projekt des Jahres 2021

Auf der nun schon 6. Konferenz für Interim Management Anfang September fand die Preisverleihung des österreichischen Dachverbandes für Interim Management (DÖIM) für meine Auszeichnung als „Interim Managerin des Jahres“ 2021 statt. Auch das „Interim Projekt des Jahres“ 2021 wurde prämiert. Ein erinnerungswürdiger Abend!  

Am Freitagabend, dem 3. September 2021, fand im Hotel Imlauer-Pitter das traditionelle Management Dinner statt – der offizielle und feierliche Rahmen für die Verleihung der Preise. Das Hotel ist die perfekte Möglichkeit zum Feiern und mit den KollegInnen den Abend zu genießen: 5 Gänge Menü im feierlichen Rahmen & Sky Bar über den Dächern von Salzburg mit Blick auf die Festung.

Die Auszeichnung ist für mich zuallererst eine Bestätigung der Qualität meiner Arbeit. Klar, ich bin mega stolz! Ich freue mich aber auch vor allem darüber, dass in diesem Jahr erstmalig ein HR-Projekt ausgezeichnet wurde. Gegenüber Sanierungs- und Restrukturierungsprojekten erscheint die „Human Resources“ vielleicht doch manchmal weniger bedeutsam. Doch das ist sie nicht; das letzte Jahr hat uns gelehrt, wie wichtig der Mensch ist und wie wichtig es ist, veränderungsfähig zu sein. Bereit uns anzupassen, zu lernen und offen für Feedback von außen zu sein. Nachsicht, Verständnis und Gelassenheit zu haben. Mein Projekt startete nämlich genau mit dem Lockdown und niemand aus dem Team oder von den Führungskräften hatte mich vorher je „live“ gesehen. Erst heute wird mir bewusst, wie unglaublich das ist, was ich da „geschafft“ habe. Dennoch – ohne die Anpassungs- und Lernfähigkeit der Menschen und das Vertrauen aller Beteiligten wäre dies nicht möglich gewesen. 

Was will ich damit sagen? Nicht jede/r ist als “Leader” geboren. Nicht jedem “liegen” Veränderungen gleich gut. Als Führungskräfte müssen wir besser zuhören. Teamorientierter führen. Als UnternehmerInnen haben wir den Auftrag, Veränderungsfähigkeit in unseren Organisationen zu fördern. Als Mitarbeitende sollten wir unsere Möglichkeiten zur Veränderung und Entwicklung voll ausschöpfen (können). Wenn das alles funktioniert, wäre es vielleicht sogar möglich, einige Sanierungs- und Restrukturierungsfälle zu vermeiden. 

Aber zurück zum Event. Der Samstag (= Konferenztag) war dem Austausch über die neuen Trends im Interim Management gewidmet. Inspirierende Key Note Speeches von Univ.-Prof. Dr. Markus Hengstschläger, Dr. Reinhard Lindner („Der Samurai Manager“) und Prof. Mag. Dr. phil. Gerhard Blechinger waren eingebettet in wertvolle Beiträge von BranchenkollegInnen und FachexpertInnen. Es gab genügend Möglichkeit für persönliches Networking und Austausch mit anderen TeilnehmerInnen und Providern zu aktuellen Projekten und Entwicklungen. Dadurch sind wertvolle neue Kontakte unter BranchenkollegInnen entstanden. 

Der Key Takeaway für meine Arbeit als Interim Managerin: Wir werden ins Unternehmen geholt, um Unternehmen dabei zu unterstützen, die Unvorhersehbarkeiten ihres Business Umfelds leichter zu bewältigen und mit dem Blick von außen innovative Lösungen für das Unternehmen umzusetzen. Beeindruckend war der Vortrag von Rektor Blechinger zu Stanislav Petrow, dem Mann, der die Welt vor dem 3. Weltkrieg rettete und die Wichtigkeit des Menschen in Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz. Professor Hengstschläger beeindruckte mich mit seinem energievollen Vortrag zum zentralen Beitrag der „menschlichen Lösungsbegabung“, der Wichtigkeit von Empathie und dem Mut, sich – in einer Welt voller Unvorhersehbarkeiten – bestmöglich dorthin zu stellen, wo sonst niemand steht (und damit die eigenen Chancen zu erhöhen). Ein „Possibilist“ in seinen Augen sagt: „Einfach wird es nicht, aber es ist möglich – und ich kann den Beitrag dazu leisten“. Den Abschluss bildete der „Samurai Manager“, Dr. Reinhard Lindner, der uns mit seinen Erzählungen über Japan und den Werten der Samurai (Respekt, Lernen, Perfektion und Intuition) wertvolle Einblicke in seine Erfahrungen gewährte. Intuition und Meditation werden die wichtigsten Eigenschaften eines Managers in Zukunft sein. Er fragte, wieviele der Anwesenden den Frühstückskaffee noch genießen könnten, ohne an etwas anderes zu denken oder nebenbei etwas anderes zu tun. Also wirklich “nur” den Duft des Kaffees, das Geräusch der Kaffeemaschine, das Vogelzwitschern oder die Ruhe des Morgens wahrzunehmen. Ich habe inzwischen meine Antwort… Sie auch?

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Kärntnerin des Tages // Kleine Zeitung Interviews 2021

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“Interim Management ist wie ein Turbo und bringt neue Energie ins Spiel.”